Rudolf Reding

Rudolf Reding machte gute Geschäfte

Das gäbe es heute nie: Ein Regierungspräsident «verkauft» junge Schwyzer an fremde und verdient dabei recht gut. Vor 400 war das anders. Der Schwyzer , Geschäftsmann und Truppenführer Rudolf Reding sammelte Burschen für Kriegsdienste im Ausland.
Die angeworbenen Männer zogen nach und dienten als Soldaten in der Armee. Reisläufer nannte man diese Söldner.
Rudolf Reding wurde vom König für diese Werbearbeit mit , Geschenken und günstigen Salz- und Getreidelieferungen belohnt. Natürlich hatten auch die angeworbenen Soldaten einen Sold zugut, nur wurde dieser selten pünktlich oder überhaupt ausbezahlt. Denn die Kriegskasse des Königs war oft leer, und auch Rudolf Reding musste aufpassen, dass er sich nicht verschuldete.
Umso mehr schätzte Militärunternehmer Rudolf Reding die Auszeichnungen, die ihm die Fürsten für seine Dienste erteilten:
Vom französischen König erhielt er den Adelstitel (1585), der Papst schlug ihn zum und der Herzog von Florenz (1594) ernannte ihn zum Oberst und gewährte ihm einen alljährlichen (Pension).



Quelle: Von Haudegen und Staatsmännern